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Die Nutzung fossiler Brennstoffe nähert sich einem Limit, welches nach Experten voraussichtlich früher erreicht ist, als bisher angenommen. Zudem liegen die verbleibenden Reserven überwiegend in politisch instabilen Gebieten, was die Gefahr von politischen Konflikten drastisch erhöht. Wird das Öl knapp, ist zu erwarten, dass die Industrieländer auf andere fossile Energiequellen wie Kohle, Ölsand und Schweröl zurückgreifen, was aber wiederum die globale Erwärmung vorantreibt und das angegriffene Ökosystem der Erde zusätzlich gefährdet.Mit dem Umstieg auf Wasserstoff-Brennzellen zeichnet sich die Chance für ein grundlegend neues Energieversorgungssystem ab. Rifkin bezeichnet diesen Umschwung euphorisch als H2-Revolution. Da Wasserstoff das einfachste Element im Universum mit dem häufigsten Vorkommen ist - er existiert überall auf der Welt und produziert keine schädlichen Kohlendioxidemissionen - würden sich die Ressourcen-Probleme auf einen schlag lösen. Die Wasserstoffwirtschaft steckt nach Rifkin zwar noch in den Anfängen, doch die ersten Brennstoffzellen auf Wasserstoffbasis werden bereits in Wohnhäusern und Industrie zur Erzeugung von Licht, Wärme und Energie eingesetzt. Ein mögliches Szenario wäre, dass wasserstoffbetriebene Autos, Busse und Lastwagen in wenigen Jahren serienreif sein könnten.Allerdings - so Rifkin - ist es wichtig, in dieser frühen Entwicklungsphase die Weichen richtig zu stellen. Dadurch könnte es möglich sein, dass einst Millionen von Verbrauchern über Brennstoffzellen verfügen und ihre "Mini-Kraftwerke" an ein weltweites Wasserstoffenergienetz anschließen, das auf ähnlichen Prinzipien und Technologien aufbaut wie das World Wide Web. Die Verbraucher könnten Energie untereinander tauschen, mit Überschüssen handeln und damit eine ganz neue, dezentralisierte Form der Energienutzung schaffen. Rifkin propagiert, dass die H2-Revolution das Potenzial hat, die Abhängigkeit von Ölimporten zu stoppen, die Umwelt zu schonen, die Vorherrschaft der Energiekonzerne zu brechen. Dadurch wäre erstmals eine demokratische Energieversorgungsstruktur geschaffen.Das klingst zunächst erst einmal prächtig. Eine umweltschonende unendlich verfügbare Energiequelle? - Übersehen wird in Rifkins Buch leider, dass mit dem Umstellen auf Wasserstoff weiterhin viel Energie für Vernetzung, Transport und Umwandlung verloren geht und damit weder das Übel an der Wurzel gepackt noch die Abhängigkeit von zentralen Versorgern aufgehoben wird. Zudem kommen bei näherer Betrachtung Zweifel auf, dass der Autor Experte auf dem Gebiet einer ganzen Reihe physikalischer Prozesse wie der Thermodynamik und der Energieerhaltung ist.
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Das Buch führt auf verständliche Art und Weise in Umwelt- und speziell in die Energieproblematik ein. Es schafft Zusammenhänge zwischen der Welt- und Energiewirtschaft und politischen Konfliktfeldern, wobei es stets darauf bedacht ist, die derzeitige Situation als Krisensituation darzustellen, um die "Wasserstoff-Revolution" als Lösung anzubieten.
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